Battleworn review by Alternativmusik.de
Review originally posted here.
![]()
Schön wenn man mal wieder von Leuten für den eigenen Musikgeschmack schief angesehen wird, obwohl das auch nicht stimmt: Denn nach Angaben mancher Leute sollen Cdatakill keine Musik machen, sondern einfach nur bekloppt im Kopf sein. Aber wer sagt eigentlich, dass Musik harmonisch sein, Melodien haben oder strukturiert sein muss? Oder anders gefragt: Warum sollte jeder in der Lage sein, diese Strukturen zu erkennen? Gewiss mögen es Cdatakill einem nicht leicht machen, aber ist auch einfach grundlegend falsch, von Cdatakill leichte Kost zu erwarten: Wer sich nicht drauf einlassen will, hat halt Pech gehabt und immerhin hält man so Leute, die es nicht verstehen fern, von der Musik.
Heißt das, Cdatakill ist nur was für Eingeweihte? Nicht unbedingt, aber die Hörgewohnheiten der meisten Menschen sind nunmal anders: Drum & Bass-Elemente, die ständig die Geschwindigkeit wechseln, hypnotisierender Frauengesang (bei Angel Carcass), pulsierende Beats und ein über allem zu schweben scheinender Männergesang beim Titelsong. Dann auch mal Lounge-Elemente oder bei The world is coming to another end doomige Gitarren.
Für Genre-Fans eigentlich eine Offenbarung, auch wenn man bei Battleworn nicht so aggressiv zur Sache geht. Stattdessen funktioniert das Album subtiler und fließt beinahe organisch vor sich hin. Erst nach dem Hören merkt man eigentlich, wie einen das Album in seinen Bann gezogen hat, was die Klasse von Battleworn noch einmal unterstreicht.
Text: Tristan Osterfeld




